EEPROM

Ein EEPROM (engl. Abk. für: electrically erasable programmable read-only memory, wörtlich: elektrisch löschbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher, auch E2PROM) ist ein nichtflüchtiger, elektronischer Speicherbaustein, dessen gespeicherte Information elektrisch gelöscht werden kann. Er ist verwandt mit anderen löschbaren Speichern, wie dem durch UV-Licht löschbaren EPROMs und dem ebenfalls elektrisch löschbaren Flash-Speicher. Er wird verwendet zur Speicherung kleinerer Datenmengen in elektrischen Geräten, bei denen die Information auch ohne anliegende Versorgungsspannung erhalten bleiben muss oder bei denen einzelne Speicherelemente bzw. Datenworte einfach zu ändern sein müssen. Zur Speicherung größerer Datenmengen wie z.B. dem BIOS in PC-Systemen sind meist Flash-Speicher ökonomischer.

Das EPROM wurde 1970 bei Intel von Dov Frohman entwickelt, patentiert und als Intel 1702 auf den Markt gebracht.

Dieser Bausteintyp ist mit Hilfe spezieller Programmiergeräte (genannt „EPROM-Brenner“) programmierbar. Er lässt sich mittels UV-Licht löschen und danach neu programmieren. Nach etwa 100 bis 200 Löschvorgängen hat das EPROM das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Das zur Löschung nötige Quarzglas-Fenster (normales Glas ist nicht UV-durchlässig) macht das Gehäuse relativ teuer. Daher gibt es auch Bauformen ohne Fenster, die nominal nur einmal beschreibbar sind (One Time Programmable, OTP), sich durch Röntgenstrahlung aber ebenfalls löschen lassen.

Die Speicherzellen eines EPROMs sind jeweils durch einen MOSFET-Transistor realisiert, der als Steueranschluss eine isolierte Hilfselektrode (Floating Gate) besitzt. Ist das Floating Gate ungeladen, wird eine binäre “1” repräsentiert. Wenn das Floating Gate durch eine erhöhte Programmierspannung und unter Ausnutzung spezieller physikalischer Effekte geladen wird, schaltet der Transistor dauerhaft durch und eine binäre “0” wird repräsentiert.

Aufgrund ihrer elektrischen Isolierung bleiben die Steuerspannungen auf den Floating Gates auch nach Abschalten der Programmier- und Versorgungsspannung erhalten. Da die notwendige Programmierspannung deutlich höher als die Standard-Versorgungsspannung ist, lassen sich EPROMs nur mit speziellen Programmiergeräten außerhalb der Leiterplatte programmieren.

Da die Preise für EPROMs schnell gesunken sind, haben sich diese Speicherbausteine ab den 80er Jahren schnell zu einem Standardbauteil entwickelt und ROMs und PROMs weitgehend abgelöst. Seitdem kommen sie in praktisch jeder Mikrocontroller- und oder Mikroprozessor-Schaltung zum Einsatz. In den Datenblättern der Hersteller wird für die Lebensdauer der gespeicherten Daten in EPROMs meist ein Wert von etwa 10 Jahren genannt.

Über das Ausstellungsstück

Bei dem Ausstellungsstück handelt es sich um ein M2764A der Firma SGS-Thomson Microelectronics. Die Speicherkapazität beträgt 64 kbit.

Datenblatt

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