{"id":144,"date":"2023-05-01T08:18:12","date_gmt":"2023-05-01T08:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.retroinfo.de\/?page_id=144"},"modified":"2023-05-01T08:23:58","modified_gmt":"2023-05-01T08:23:58","slug":"digital-data-storage","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.retroinfo.de\/index.php\/digital-data-storage\/","title":{"rendered":"Digital Data Storage"},"content":{"rendered":"\n<p>Digital Data Storage (DDS) ist ein Magnetbandspeicherformat f\u00fcr die Sicherung und Archivierung von Daten, das auf dem DAT-Format aus der Tontechnik basiert. Das urspr\u00fcngliche DDS-Format (nachtr\u00e4glich auch als DDS-1 bezeichnet) wurde 1989 von HP und Sony entwickelt. DDS ist ein genormter Industrie-Standard (ECMA-139)[1].<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00e4nder, die dem DDS-Format entsprechen, k\u00f6nnen sowohl in DAT- als auch DDS-Laufwerken verwendet werden. 60m entsprechen 120 Minuten Audio. DDS-Laufwerke k\u00f6nnen jedoch \u00fcblicherweise weder Musik von DAT-Kassetten abspielen, noch sie zur Datenaufzeichnung verwenden. Es gibt allerdings Firmware-Varianten, die manche DDS-Laufwerke DAT-f\u00e4hig machen. Hiermit ist ein schnelles Einlesen von Audio DATs m\u00f6glich.[2]<\/p>\n\n\n\n<p>Bei DDS-1 bis DDS-5 wird ein 3,81 mm (0.150\u2033)[3] breites Magnetband in einer Kassette benutzt. Bei DDS (1\u20135) misst das Kassettengeh\u00e4use 73,0 mm \u00d7 54,0 mm \u00d7 10,5 mm.[4] Das Band und die Kassette wurden 1:1 vom Digital Audio Tape (DAT) \u00fcbernommen, das die Bandbreite wiederum von der Compact Cassette erbte. Ab DDS-6 ist das Band 8 mm breit und die Kassette mit 14,7 mm etwas dicker. Bei DDS wird das Verfahren der Schr\u00e4gspuraufzeichnung (engl. helical scan) mittels rotierender Kopftrommel eingesetzt (wie z. B. auch bei VHS). DDS-Laufwerke haben je zwei Lese- und Schreibk\u00f6pfe, wobei beim Schreiben die Lesek\u00f6pfe zur sofortigen \u00dcberpr\u00fcfung der geschriebenen Daten verwendet werden. Diese Technologie existierte auch im Bereich DAT zur Hinterbandkontrolle und war nur den teuersten Ger\u00e4ten bzw. Laufwerken vorbehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das DDS-Format war vor allem in den 1990er Jahren eine der am weitesten verbreiteten Datensicherungstechnologien in kleineren Netzwerken.<\/p>\n\n\n\n<p>DDS-Laufwerke werden in der Regel \u00fcber die SCSI-Schnittstelle angeschlossen, einige Hersteller bieten inzwischen aber auch DDS-Laufwerke mit der gebr\u00e4uchlichen USB-Schnittstelle an.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz Standardisierung ist es nicht sicher, dass man ein Band, das mit dem Laufwerk eines Herstellers beschrieben wurde (z. B. Seagate), mit dem Laufwerk eines anderen Herstellers (z. B. Sony) oder manchmal sogar auch nur mit einem anderen Laufwerk derselben Bauart als dem urspr\u00fcnglichen Laufwerk, wieder einlesen kann. Also empfiehlt es sich, vor der Entsorgung des urspr\u00fcnglichen Backup-Laufwerkes sicherzustellen, dass die erstellten Backups auf Nachfolgeger\u00e4ten gelesen werden k\u00f6nnen (auch wenn dieses nach den Spezifikationen selbstverst\u00e4ndlich sein sollte \/ siehe zus. Weblink v. RDE). Aus diesem Grund erachten viele Anwender DDS auch nicht mehr als sicher genug f\u00fcr die Archivierung, da sie nicht sicher vorhersagen k\u00f6nnen, ob die Daten noch auszulesen sind, wenn das Laufwerk, mit dem sie aufgezeichnet wurden, z. B. durch ein Feuer vernichtet wurde. Generell krankt DDS an der Schr\u00e4gaufzeichnung. Sollte sich die Mechanik w\u00e4hrend der Nutzungsdauer auch nur geringf\u00fcgig verziehen und somit von den Spezifikationen abweichen, sind die B\u00e4nder nur noch mit dem einen Laufwerk auslesbar, mit dem die Daten archiviert wurden. Dieses Problem existierte in derselben Form auch bei Digital Audio Tape. Verf\u00fcgt man \u00fcber ein Oszilloskop und das entsprechende Werkzeug, ist es m\u00f6glich, anhand der Wellenform des RF-Signals die Spurlage des Bandlaufs derart anzupassen, dass viele B\u00e4nder noch gelesen werden k\u00f6nnen. Hierzu muss das Laufwerke jedoch ge\u00f6ffnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.retroinfo.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-145\" width=\"251\" height=\"172\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><th>Standard<\/th><th>Bandl\u00e4nge<\/th><th>Kapazit\u00e4t<br><small>(unkomprimiert)<\/small><\/th><th>Transferrate<\/th><\/tr><tr><td>DDS<\/td><td>60&nbsp;m<\/td><td>1,3&nbsp;GB<\/td><td>183&nbsp;kB\/s<\/td><\/tr><tr><td>DDS-DC<\/td><td>90&nbsp;m<\/td><td>2,0&nbsp;GB<\/td><td>183&nbsp;kB\/s<\/td><\/tr><tr><td>DDS-2<\/td><td>120&nbsp;m<\/td><td>4,0&nbsp;GB<\/td><td>360\u2013750&nbsp;kB\/s<\/td><\/tr><tr><td>DDS-3<\/td><td>125&nbsp;m<\/td><td>12,0&nbsp;GB<\/td><td>0,7\u20131,5&nbsp;MB\/s<\/td><\/tr><tr><td>DDS-4<\/td><td>150&nbsp;m<\/td><td>20,0&nbsp;GB<\/td><td>1,0\u20133,0&nbsp;MB\/s<\/td><\/tr><tr><td>DDS-5 (DAT72)<\/td><td>170&nbsp;m<\/td><td>36,0&nbsp;GB<\/td><td>3,0&nbsp;MB\/s<\/td><\/tr><tr><td>DDS-6 (DAT160)<\/td><td>150&nbsp;m<\/td><td>80,0&nbsp;GB<\/td><td>6,9\u201313,8&nbsp;MB\/s<\/td><\/tr><tr><td>DDS-7 (DAT320)<\/td><td>153&nbsp;m<\/td><td>160,0&nbsp;GB<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U-MX1EOTO_0\" title=\"DDS-2 tape drive - Cartridge load and unload\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/U-MX1EOTO_0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Lebensdauer der Medien<\/strong><br>Das bei DDS verwendete kleine Bandformat f\u00fchrt zu sehr d\u00fcnnen Tr\u00e4gerfilmen, die mechanisch nur eingeschr\u00e4nkt belastbar sind. Das Format erm\u00f6glicht daher nur etwa 25 bis maximal 100 Benutzungszyklen. Die empfohlene maximale Lagerungsdauer liegt bei etwa zehn Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber das Ausstellungsst\u00fcck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hewlett Packard Enterprise DDS-2 8 GB Data Cartridge (120m). Bandtyp: DAT, Kapazit\u00e4t ohne Komprimierung: 4 GB. Produktfarbe: Schwarz. Band-Gr\u00f6\u00dfe: 4 mm, Bandl\u00e4nge: 120 m, Bandst\u00e4rke: 6,5 \u00b5m. Menge je Palette: 7200 St\u00fcck(e), Abmessungen (BxTxH): 15 x 80 x 58,9 mm, Speicherbandbreite (metrisch): 4 mm<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Speicherkapazit\u00e4t:<\/td><td>7 GB &#8211; 10 GB, 8 GB, 8 GB &#8211; 10 GB<\/td><\/tr><tr><td>Lebensdauer:<\/td><td>30 Jahre<\/td><\/tr><tr><td>Bandl\u00e4nge:<\/td><td>90m &#8211; 125m<\/td><\/tr><tr><td>Medientechnologie:<\/td><td>Daten-Cartridge, Kassette<\/td><\/tr><tr><td>Typ:<\/td><td>DAT, DDS<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digital Data Storage (DDS) ist ein Magnetbandspeicherformat f\u00fcr die Sicherung und Archivierung von Daten, das auf dem DAT-Format aus der Tontechnik basiert. Das urspr\u00fcngliche DDS-Format (nachtr\u00e4glich auch als DDS-1 bezeichnet) wurde 1989 von HP und Sony entwickelt. 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