{"id":109,"date":"2023-04-12T13:27:08","date_gmt":"2023-04-12T13:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.retroinfo.de\/?page_id=109"},"modified":"2023-04-12T13:27:08","modified_gmt":"2023-04-12T13:27:08","slug":"commodore-c16","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.retroinfo.de\/index.php\/commodore-c16\/","title":{"rendered":"Commodore C16"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Commodore 16, kurz C16 ist ein Acht-Bit-Heimcomputer der Firma Commodore. Er ist ein Modell aus der Commodore-264-Serie und sollte den Commodore VC 20 als Einstiegscomputer ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ICiZbUypMlQ&amp;t=34s\" title=\"Commodore History Part 4 - The Plus4, C16, and C116\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ICiZbUypMlQ?start=34&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Der C16 wurde konstruiert, um gegen andere Computer von Timex Corporation, Mattel und Texas Instruments im Preissegment unterhalb von 100 Dollar zu konkurrieren. Er war als Nachfolger des erfolgreichen VC 20 gedacht, denn dieser war mittlerweile technisch \u00fcberholt. Der damals erfolgreiche C64 war mit mehr RAM sowie besseren Sound- und Grafikchips f\u00fcr das unterste Preissegment nicht geeignet. Die Computer von Sinclair (ZX80\/ZX81\/Spectrum 16 KB) waren zwar g\u00fcnstiger als der VC 20, besa\u00dfen jedoch nicht dessen gro\u00dfe Schreibmaschinentastatur. Jack Tramiel, Gr\u00fcnder von Commodore International Ltd., bef\u00fcrchtete, dass einige japanische Unternehmen versuchen w\u00fcrden, mit sehr preisg\u00fcnstigen Heimcomputern (MSX) auf dem amerikanischen Markt Fu\u00df zu fassen. So wurde der C16 ins Leben gerufen, um Commodore im unteren Preissegment ein starkes Standbein zu verschaffen. Atari bot mit dem Atari 600XL auch einen Heimcomputer f\u00fcr den unteren Einstiegsmarkt an, der gr\u00f6\u00dfere Bruder, der Atari 800XL, stand in Konkurrenz mit dem Commodore 64.<\/p>\n\n\n\n<p>Der C16 wurde im Juni 1984 angek\u00fcndigt und ab 1985 verkauft. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Mattel und TI aus dem Heimcomputermarkt zur\u00fcckgezogen, japanische Unternehmen brachten zwar dann mit den MSX-Computern auch Heimcomputer auf den Markt, aber auch diese standen eher in Konkurrenz zum Commodore 64. Im Jahr 1984 galten aber die Heimcomputer mit 64 KB RAM (C64, Atari 800XL, CPC 464, MSX) bereits als Einstiegsheimcomputer, so dass man schon vorher dem C16\/C116 keinen gro\u00dfen Erfolg versprochen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dem kompletten Trio der 264-Serie (C16, C116 und Plus\/4) war auch dem C16 kein gro\u00dfer Erfolg beschieden. So gab es zun\u00e4chst keine nennenswerte Menge an Spielen und \u201erichtigen\u201c Anwendungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einzig durch die Position \u201eerster Computer von Aldi\u201c erlangte er in Deutschland eine gewisse Ber\u00fchmtheit und erlebte einen kleinen Boom. Es handelte sich dabei urspr\u00fcnglich um eine reine Abverkaufsaktion restlicher Lagerbest\u00e4nde. Der Rechner wurde bei Aldi zusammen mit einem Datasettenlaufwerk 1531 und einer BASIC-Kurs-Software als \u201eLernpaket BASIC\u201c f\u00fcr nur 149 DM angeboten. Nachdem die komplette Charge innerhalb weniger Tage und dies nur in der H\u00e4lfte des (damaligen) Bundesgebiets ausverkauft war, mussten aus Ersatzteil-Restbest\u00e4nden noch Exemplare nachproduziert werden, um die Nachfrage halbwegs zu befriedigen. Dieser kleine Boom machte sich auch am Software-Markt bemerkbar. Eine der deutschen Software-Firmen, die daraufhin einige f\u00fcr die damalige Zeit und das recht einfache System hochwertige Spiele und Anwendungen herausbrachte, war Kingsoft.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr erfolgreich war der C16\/116 auch in einigen Ostblockstaaten ohne eigene Heimcomputer-Industrie, vor allem in Ungarn. Dort konnten sich nur wenige die in der DDR und der Sowjetunion gebauten Computer leisten, und die meisten westlichen Modelle waren gar nicht erh\u00e4ltlich. Dorthin wurden, einfach um ohne Entsorgungskosten die Lager zu r\u00e4umen, weitere Restbest\u00e4nde des C16 und C116 zu sehr g\u00fcnstigen Preisen exportiert, was einen eigenen kleinen Boom ausl\u00f6ste. Von dort stammt auch eine Reihe von inoffiziellen Konvertierungen beliebter C64-Spiele auf den C16.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der C16 und die Varianten C116 und Plus\/4 in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern Verbreitung gefunden hatten, wurden im Zeitraum von 1983 bis circa 1992 etwas \u00fcber 400 kommerzielle Spiele[1] und ungef\u00e4hr etwas \u00fcber 100 kommerzielle Anwendungsprogramme produziert und vermarktet. Auch entwickelte sich relativ fr\u00fch ein eigenes, parallel zu den vorherrschenden Commodore 64\/128- sowie Schneider CPC-Systemen, existierendes Systemsegment im Zeitschriftenmarkt. \u201eCompute mit\u201c war zur damaligen Zeit eines der f\u00fchrenden Computermagazine f\u00fcr Commodore Computer, in der Ausgabe 43\/84 (1984)[2] wurden zahlreiche Varianten der Commodore 16-Familie erstmals vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Commodore hat sich mit dem C16\/116\/PLUS4 wie auch sp\u00e4ter mit dem Amiga 600 Konkurrenz f\u00fcr die eigenen Produkte gemacht, ohne aber die Vorg\u00e4nger an Leistung zu \u00fcbertreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der C16 enth\u00e4lt ein fr\u00fches Beispiel f\u00fcr ein Easter Egg: Bei Eingabe des Befehls SYS 52650 werden die Namen der Entwickler F. Bowen, J. Cooper, B. Herd, T. Ryan angezeigt. F. Bowen erscheint dabei invertiert, T. Ryan blinkend. Der leitende Elektronikentwickler Bil Herd war sp\u00e4ter auch f\u00fcr die Entwicklung des erfolgreicheren Commodore 128 verantwortlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Commodore 16, kurz C16 ist ein Acht-Bit-Heimcomputer der Firma Commodore. Er ist ein Modell aus der Commodore-264-Serie und sollte den Commodore VC 20 als Einstiegscomputer ersetzen. 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