{"id":10,"date":"2023-03-23T13:17:52","date_gmt":"2023-03-23T13:17:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.retroinfo.de\/?page_id=10"},"modified":"2023-04-29T15:04:14","modified_gmt":"2023-04-29T15:04:14","slug":"eeprom","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.retroinfo.de\/index.php\/eeprom\/","title":{"rendered":"EEPROM"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein EEPROM (engl. Abk. f\u00fcr: electrically erasable programmable read-only memory, w\u00f6rtlich: elektrisch l\u00f6schbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher, auch E2PROM) ist ein nichtfl\u00fcchtiger, elektronischer Speicherbaustein, dessen gespeicherte Information elektrisch gel\u00f6scht werden kann. Er ist verwandt mit anderen l\u00f6schbaren Speichern, wie dem durch UV-Licht l\u00f6schbaren EPROMs und dem ebenfalls elektrisch l\u00f6schbaren Flash-Speicher. Er wird verwendet zur Speicherung kleinerer Datenmengen in elektrischen Ger\u00e4ten, bei denen die Information auch ohne anliegende Versorgungsspannung erhalten bleiben muss oder bei denen einzelne Speicherelemente bzw. Datenworte einfach zu \u00e4ndern sein m\u00fcssen. Zur Speicherung gr\u00f6\u00dferer Datenmengen wie z.B. dem BIOS in PC-Systemen sind meist Flash-Speicher \u00f6konomischer.<\/p>\n\n\n\n<p>Das EPROM wurde 1970 bei Intel von <a href=\"http:\/\/retroinfo.de\/index.php\/dov-frohman-intel\/\">Dov Frohman<\/a> entwickelt, patentiert und als Intel 1702 auf den Markt gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NbhWRvbZ43Y\" title=\"Halbleiterspeicher (ROM, PROM, EPROM, EEPROM)\" width=\"840\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/NbhWRvbZ43Y?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"block-8096279e-5a04-4c23-a7ec-7fcf0738d765\">Dieser Bausteintyp ist mit Hilfe spezieller Programmierger\u00e4te (genannt \u201eEPROM-Brenner\u201c) programmierbar. Er l\u00e4sst sich mittels UV-Licht l\u00f6schen und danach neu programmieren. Nach etwa 100 bis 200 L\u00f6schvorg\u00e4ngen hat das EPROM das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Das zur L\u00f6schung n\u00f6tige Quarzglas-Fenster (normales Glas ist nicht UV-durchl\u00e4ssig) macht das Geh\u00e4use relativ teuer. Daher gibt es auch Bauformen ohne Fenster, die nominal nur einmal beschreibbar sind (One Time Programmable, OTP), sich durch R\u00f6ntgenstrahlung aber ebenfalls l\u00f6schen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Speicherzellen eines EPROMs sind jeweils durch einen MOSFET-Transistor realisiert, der als Steueranschluss eine isolierte Hilfselektrode (Floating Gate) besitzt. Ist das Floating Gate ungeladen, wird eine bin\u00e4re &#8222;1&#8220; repr\u00e4sentiert. Wenn das Floating Gate durch eine erh\u00f6hte Programmierspannung und unter Ausnutzung spezieller physikalischer Effekte geladen wird, schaltet der Transistor dauerhaft durch und eine bin\u00e4re &#8222;0&#8220; wird repr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund ihrer elektrischen Isolierung bleiben die Steuerspannungen auf den Floating Gates auch nach Abschalten der Programmier- und Versorgungsspannung erhalten. Da die notwendige Programmierspannung deutlich h\u00f6her als die Standard-Versorgungsspannung ist, lassen sich EPROMs nur mit speziellen Programmierger\u00e4ten au\u00dferhalb der Leiterplatte programmieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Preise f\u00fcr EPROMs schnell gesunken sind, haben sich diese Speicherbausteine ab den 80er Jahren schnell zu einem Standardbauteil entwickelt und ROMs und PROMs weitgehend abgel\u00f6st. Seitdem kommen sie in praktisch jeder Mikrocontroller- und oder Mikroprozessor-Schaltung zum Einsatz. In den Datenbl\u00e4ttern der Hersteller wird f\u00fcr die Lebensdauer der gespeicherten Daten in EPROMs meist ein Wert von etwa 10 Jahren genannt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber das Ausstellungsst\u00fcck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Ausstellungsst\u00fcck handelt es sich um ein M2764A der Firma SGS-Thomson Microelectronics. Die Speicherkapazit\u00e4t betr\u00e4gt 64 kbit. <br><br><a href=\"https:\/\/www.retroinfo.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M2764A.pdf\">Datenblatt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein EEPROM (engl. Abk. f\u00fcr: electrically erasable programmable read-only memory, w\u00f6rtlich: elektrisch l\u00f6schbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher, auch E2PROM) ist ein nichtfl\u00fcchtiger, elektronischer Speicherbaustein, dessen gespeicherte Information elektrisch gel\u00f6scht werden kann. 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